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Münzwelt - Informationen rund um das Thema Münzen

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  • Waffengeld

    Vormünzliche Zahlungsmittel, die es schon in prähistorischer Zeit gab. Man vermutet, dass es Axt- und Beilgelder schon in der Stein- und Bronzezeit gab. Nicht jede Waffe wurde zum Zahlungsmittel, sondern nur bestimmte, für diesen Zweck ausersehene Stücke, meist wertvolle und/oder über einen längeren Zeitraum gebräuchliche Waffen. Sie können nicht auf Anhieb als solche identifiziert werden, am ehesten noch Kümmer- oder Prunkformen, die sich nicht mehr zum Gebrauch als Waffen eignen, wie z.B. die afrikanischen Prunkwaffen.

    Zum Waffengeld zählt z.B. das Lanzenspitzen-, Pfeilspitzen-, Wurfmesser- und Messergeld. Es konnte neben seiner Verwendung als Zahlungsmittel auch zur Bezahlung des Brautpreises oder von Strafen bei Vergehen, als Würdezeichen bei zeremoniellen Anlässen oder als Grabbeigabe dienen. Im Vergleich zum Naturalgeld stellt das bei unterschiedlichen Völkern in allen Erdteilen der Welt vorkommende Waffen- und Gerätegeld eine geldgeschichtlicheWeiterentwicklung dar.

  • Wahrheitstaler

    Als Wahrheitstaler bezeichnet man den Taler von 1597 des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig (1589-1613). Darauf ist eine Personifikation der Wahrheit zu sehen, die die Lüge zertritt. Damit wollte der Herzog seine Gegner treffen, die ihn verleumdeten (siehe auch Rebellentaler).

  • Wanzen

    Im 18. Jh. kursierten Bayreuther und ähnliche Pfennige, die wegen ihrer roten Farbe, d.h. mit einem geringen Silbergehalt, und ihrer Kleinheit die Sachsen zu dieser despektierlichen Namensgebung anregten. Als Sachsen seit 1772 Pfennige aus Kupfer prägte, verschwanden die Wanzen-Pfennige wenige Jahre später.

  • Währungsreform

    Komplette Neuordnung der Währung eines Landes, die durch Krieg, Revolution, Inflation oder Misswirtschaft zerrüttet ist. Dazu wird das alte, umlaufende Geld komplett eingezogen und einheitlich auf eine neue, stabile Währung umgestellt.

  • Wechselprägung

    Moderne Münzen und Medaillen, die durch eine spezielle Prägetechnik auf Vorder- oder Rückseite ein sogenanntes Wechselbild tragen. Kippt man die Münze bzw. Medaille in seitlicher Richtung ab, wechselt das Münzbild.

  • Wendeprägung

    Stempelstellung von Münzvorder- und -rückseite, bei der – dreht man die Münze einmal um ihre senkrechte Achse – die Stempel jeweils um 180 Grad versetzt sind. Die Wendeprägung kam insbesondere bei französischen Münzen zur Anwendung, weswegen sie auch »französische Prägung« genannt wird.

  • Wendischer Münzverein

    Im Jahr 1379 entstandene Münzvereinigung der Hansestädte Hamburg, Lübeck, Wismar und Lüneburg (ab 1381 auch Rostock und Stralsund, zeitweise Greifswald und Hannover). Erstes Gemeinschaftsnominal, das ausgegeben wurde, war der Witten, die erste größere Silbermünze des 14. Jahrhunderts im norddeutschen Raum.

    Ab 1391 kamen Dreiling und Sechsling dazu, im 15. Jahrhundert Blaffert, lübischer Schilling (Währung der Hansestadt Lübeck) und Doppelschilling sowie im 16. Jahrhundert die Lübische Mark. Lübeck und Lüneburg prägten zudem im Jahr 1541 den Wendetaler, eine 28,73 g schwere Doppelmark. Nach Erlass der Reichsmünzordnung von 1559 schlossen sich die Mitglieder des Wendischen Münzvereins der Münzpolitik des Niedersächsischen Kreises an.

  • Werterhaltung

    Der Wert jeder Münze hängt zu einem großen Teil von ihrem Erhaltungsgrad ab, der natürlich sorgfältig bewahrt werden sollte. Pflegen Sie Ihre wertvollen Stücke ausschließlich mit den geeigneten Mitteln. Flecken oder andere Formen der Oxydation auf Münzen entfernen Sie sachgemäß durch Tauchbäder.

  • Wespentaler

    So oder auch Mückentaler nannte man den Taler von 1599, den Herzog Heinrich Julius von Braunschweig ausgab. Die Rückseite des Talers zeigt einen Löwen, der von zehn Wespen angegriffen wird, und einen Adler, der beschützend über dem Löwen dahinfliegt. Die Wespen sollen die zehn Geschlechter darstellen, die gegen den Herzog rebellierten. Der Adler symbolisiert den kaiserlichen Schutz, der ihm zuteil wurde.

  • Wewelinghöfer

    Westfälischer Pfennig, der vom 13. bis 15. Jahrhundert von Kaiser Friedrich II. in Dortmund, vom Kölner Erzbischof Konrad von Soest sowie von den Bischöfen von Osnabrück und Münster geprägt wurde. Da die Schrötlinge im Vergleich zu den Münzstempeln zu klein waren, sind viele der Umschriften nur fragmentarisch zu erkennen. Den Namen erhielten die Münzen von Lorenz von Wewelinghofen, von 1364 bis 1374 Bischof von Münster, der die kleinen dicken Pfennige in großen Mengen prägen ließ.

  • Wildemann-Münzen

    Münzen mit der Sagengestalt des Harzes, dem Wilden Mann, ein beliebtes Münzmotiv der Welfenfürsten zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert. Der Wilde Mann ist auf verschiedenen Münzsorten (auch Teil- und Mehrfachstücken) dargestellt, von Pfennigmünzen über Mariengroschen, Gute Groschen, Kreuzern bis hin zu Talern und Dukaten.

    Der erste Wilde Mann erschien 1539 auf Münzen des Herzogs Heinrich d. J. von Braunschweig-Wolfenbüttel, in Calenberg unter Erich d. J. 1557. Es gibt verschiedene Darstellungen, vor allem in Bezug auf den Baum, den der Wilde Mann trägt: Manchmal hält er ihn in der linken, manchmal in der rechten Hand, auch seitlich mit beiden Händen kommt vor. Mit der Zeit kristallisierte sich heraus, dass der Wolfenbütteler Wilde Mann den Baum in der linken, der Lüneburger ihn in der rechten Hand trägt. Der Wilde Mann, der einen Baum mit beiden Händen quer vor sich hält, ist auf Hausknechtstalern zu sehen, die August der Jüngere zwischen 1653 und 1666 für Wolfenbüttel schlagen ließ. Auch in Verbindung mit einem Wappen wird der Wilde Mann dargestellt. Er erscheint zum letzten Mal auf Münzen des Hauses Wolfenbüttel im Jahr 1789, danach nur noch als Wappenhalter. Auch in anderen Staaten kommt der Wilde Mann vor, z.B. auf Münzen von Preußen (1790-1809) und Schwarzburg, wo auch eine Wilde Frau auf Münzen zu sehen ist.

  • Wilhelm d'or

    1. Preußische Goldmünze (Doppelpistole), die im Jahr 1737 von Friedrich Wilhelm I. (1713-1714) eingeführt wurde. Sie löste die seit der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts geprägten Dukaten ab. Die Stücke zeigen auf den Vorderseiten die Büste des preußischen Königs, auf den Rückseiten den preußischen Adler im Rundschild, darum vier bekrönte, ins Kreuz gestellte Initialen. Sie wurden bis zum Ende der Regierungszeit 1740 geprägt. Seit 1738 wurde auch das Halbstück geprägt, das zum Vorläufer des Friedrich d´or wurde.

    2. Pistolen Wilhelms von Braunschweig-Wolfenbüttel (1830-1884), die zu Beginn der Regierungszeit des Herzogs geprägt wurden. Es gab auch Halb- und Doppelpistolen und später nur halbe (1851) und doppelte (1851-1857) Stücke.

    3. Deutsche Bezeichnung des niederländischen Gouden Willem (10-Guldenstück

  • Wirtschafts- und Finanzausschuss

    Mit Beginn der Währungsunion eingesetzter Ausschuss mit beratender Funktion. Er ersetzt den früheren Beratenden Währungsausschuss. Der Wirtschafts- und Finanzausschuss (WFA) hat die Aufgabe, die Wirtschafts- und Finanzlage der EU-Staaten und der Gemeinschaft zu beobachten und darüber regelmäßig Bericht zu erstatten, den Rat und die Kommission in Wirtschafts- und Finanzfragen zu beraten und Stellungnahmen dazu abzugeben und mindestens einmal jährlich die Lage hinsichtlich des Kapitalverkehrs und der Freiheit des Zahlungsverkehrs zu überprüfen und darüber einen Bericht zu erstatten.

    Jeder EU-Staat sowie die Kommission und die EZB ernennen jeweils höchstens zwei Mitglieder des Ausschusses.

  • Witten

    Erste größere Silbermünze des 14. Jahrhunderts im norddeutschen Raum. Der Witten entsprach vier Pfennigen und wurde ab dem 14. Jahrhundert zuerst von den Hansestädten des Wendischen Münzvereins ausgegeben. Im Laufe der Zeit verbreitete er sich über ganz Ostdeutschland, Holstein, Niedersachsen bis in den rheinisch-westfälischen Raum. Der Name leitete sich von der weißen (»witten«) Farbe ab, die der vierfache Pfennig durch den Prozess des Weißsiedens (Beizverfahren) annahm.  

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