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Münzwelt - Informationen rund um das Thema Münzen

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  • Sammelgebiet

    Die meisten von der Leidenschaft für Münzen befallenen Neueinsteiger sammeln am Anfang wahllos alles, was ihnen gefällt oder irgendwie zwischen die Finger kommt. Früher oder später flammt dann in der Regel der Wunsch auf, Ordnung in die eigene Kollektion zu bringen und sie nach bestimmten Gesichtspunkten zu sortieren bzw. komplettieren.

    Deshalb ist es ratsam, sich schon früh zu spezialisieren, denn „Alle Welt“ ist nicht sammelbar. Drei große Sammelgruppen lassen sich unterscheiden: Länder, Motive/Themen und Epochen.

    Bei der sogenannten Ländersammlung stehen zumeist die Münzen aus dem Heimatland an erster Stelle. Doch haben sich beispielsweise viele deutsche Sammler auch Münzen ferner Länder verschrieben, wie China, Kanada, Russland oder USA.

    Heutzutage lassen sich natürlich die Münzen der Eurozone in einer Ländersammlung zusammen fassen und – bei Wunsch nach weiterer Spezialisierung – beispielsweise auf die 10-Euro - Silbermünzen beschränken. Womit die Verbindung zu einer Themensammlung geknüpft wäre. Das Sammelthema „Euro“ ließe sich dann erweitern mit den seit 1987 geprägten ECU- und Euro - Gedenkmünzen, die als Vorläufer für die heutigen Euros gelten.

    Die traditionell beliebtesten Themen- bzw. Motiv-Sammelgebiete sind Gedenkmünzen zu Olympischen Spielen, gefolgt von Ausgaben zu Fußballweltmeisterschaften. Gefragt sind auch Sammelmotive wie „Bedrohte Tiere“ oder „Schiffe, Seefahrer und Entdecker“.Bei den Sammlerinnen und Sammlern, die sich gerne auf bestimmte Epochen spezialisieren, stehen hierzulande insbesondere die Sammelgebiete „Deutsches Kaiserreich“ und „DDR“ im Vordergrund. Auf breites Interesse stößt aber auch beispielsweise die Epochensammlung „Römische Antike“.

  • Sandwichmünzen

    Diese Münzen sind aus verschiedenen Schichtwerkstoffen hergestellt, z.B. 2-DM- und 5-DM-Stücke der Bundesrepublik Deutschland. Dieser Werkstoff wird MAGNIMAT genannt. Er besteht aus Kupfernickel an den Oberflächen und hat einen magnetisierbaren Nickelkern. Dadurch ist er automatensicher.

  • Sargnägel

    Sargnägel oder Sargpfennige ist die makabre Bezeichnung für mittelalterliche Hohlpfennige des Bistums Halberstadt. Auf ihnen ist der Hl. Stephan dargestellt. Sein Oberkörper ist jedoch viereckig wie ein Sarg gebildet, und sein asketisches Gesicht ähnelt einem Totenschädel.

  • Satansmünze

    Als Satansmünze bezeichnete man den böhmischen Pfennig des Herzogs Wladislaus I. (1107-1125) mit dem Kopf Satans und der Umschrift Satanus. Der Kopf trug Hörner, war langnasig und hatte struppiges Haar, die wie ein Hahnenkamm wirkten. Der Herzog ließ die Münze prägen, als unerklärliche Naturerscheinungen auftraten, die man als Werk Satans ansah.

  • Schaumünzen

    Gedenkprägungen, die aufgrund eines besonderen Anlasses oder Ereignisses – meist in nur geringen Stückzahlen – ausgegeben wurden. Schaumünzen sind durch eine besonders prächtige Gestaltung gekennzeichnet, orientierten sich aber in Größe und Münzfuß an den jeweils herrschenden Umlaufmünzen. In den Zahlungsverkehr gelangten Schaumünzen meist nicht, sie waren überwiegend Geschenkzwecken vorbehalten  oder gingen in Münzsammlungen ein.

  • Scheidemünzen

    Kleinmünzen, die bei Handelsgeschäften kleinere Betragsdifferenzen ausgleichen sollen. Der Begriff leitet sich von dem Ausdruck ab, die an einem Geschäft beteiligten Käufer und Verkäufer friedlich zu »scheiden«, was bei größeren Münzen nicht möglich war. Scheidemünzen wurden meist aus geringhaltigen Silberlegierungen oder Kupfer geprägt; ihr Nennwert war nicht mehr durch einen entsprechenden Metallgehalt gedeckt.

  • Scherflein/ Scherf

    Das Wort Scherf ist aus dem lateinischen „scripulus“ entstanden und als hochdeutsches Wort über Westfalen und Thüringen nach Niedersachsen gelangt. Hier erdrängte es den einheimischen Helling, die Hälfte eines Pfennigs. Später übernahm der auf die Hälfte seines ursprünglichen Werts abgesunkene Heller die Rolle des albpfennigs.

    Schon zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden in Lüneburg Kupferscherfe ausgeprägt. Später auch in Mecklenburg-Güstrow, Lübeck, Hamburg, Stettin und Erfurt. Der Scherf hatte immer schon die Bedeutung der kleinsten Münze. Deshalb hat Martin Luther das Scherflein auch in die Bibel aufgenommen. Dort wird von einer armen Witwe berichtet, die zwei Scherflein, ihr ganzes „Vermögen“, in den Klingelbeutel legte.
  • Schiffsgeld

    Schiffsgeld bezeichnet nicht etwa Münzen mit Schiffsmotiven, sondern steht für roh geprägte und beschnittene spanisch-südamerikanische Silbermünzen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Ursprünglich nahm man an, dass diese heute meist bei der Hebung gesunkener Schatzschiffe gefundenen Münzen während der Überfahrt nach Europa geprägt wurden. Tatsächlich aber war die Ausfuhr von ungeprägtem Silber aus Lateinamerika damals verboten. Deshalb prägte man das Edelmetall nur oberflächlich, weil man davon ausging, dass es nach seiner Ankunft in Europa ohnehin wieder in den Schmelztop wandern würde.

  • Schilling

    1. Germanische Bezeichnung für die um das Jahr 309 von Kaiser Konstantin dem Großen eingeführte Hauptgoldmünze des spätrömischen und byzantinischen Reiches (Solidus), die vielfach von den Stämmen der Völkerwanderungszeit weitgehend unverändert nachgeprägt wurde.

    2. Im 14. Jahrhundert wurde der Doppel-Schilling zu 24 Pfennigen nach dem Vorbild des französischen Gros tournois unter dem Namen Albus zur wichtigsten Silbermünze des Rheinischen Münzvereins.

    3. Ab dem 14. Jahrhundert gaben die Hochmeister des Deutschen Ordens in Preußen, ab dem 15. Jahrhundert der Wendische Münzverein Schillinge heraus.

    4. In Süddeutschland entstanden ab dem ausgehenden 14. Jahrhundert Schillinge von verschiedenem Gewicht und Gepräge. Dabei handelt es sich um Groschennominale, also Mehrpfennigmünzen.

    5. In Westfalen wurden Schillinge ab dem 16. Jahrhundert in Dortmund, Minden, Münster, Osnabrück und Paderborn geschlagen. In Münster entstand im Jahre 1560 erstmals eine Schillingmünze aus Kupfer.

    6. Im Jahre 1924 stellte Österreich die bisherige Kronenwährung auf den Schilling um (1 Schilling = 100 Groschen). Die erste Prägephase endete mit der Eingliederung Österreichs ins Dritte Reich 1938, die zweite österreichische Republik nahm die Schillingwährung 1945 wieder auf. 2002 wurde der österreichische Schilling durch den Euro abgelöst.

  • Schlafrocktaler

    So nannte das Volk spöttisch den seltenen Konventionstaler von 1816, der unter Friedrich August I. von Sachsen (1806-1827) geprägt wurde. Der Name ist auf den zu weiten Uniformrock des Königs zurückzuführen.

  • Schlagschatz

    Gewinn, den ein Münzherr oder eine Regierung aus der Prägung von Münzen zieht.

  • Schnapphahn (Snaphan)

    Schnapphahn nannte man die berittenen Straßenräuber in Geldern im 15. Jh. Diesen Namen bekam auch der Dukaton des Herzogs Karl von Geldern (1492-1538), weil die Reiter auf der Vorderseite der Münze an solche Straßenräuber erinnerten.

  • Schön

    (Abk. s) Bestimmter Erhaltungsgrad von Münzen. Münzen mit der Bezeichnung »schön« zeigen starke Abnutzungsspuren sowie Randkerben, Dellen oder Kratzer. Ihr Bild ist in der Regel nicht mehr vollständig erkennbar.

  • Schreckenberger

    (auch Engelsgroschen) Sächsische Silbergroschen, die von 1498 bis 1571 aus den Silbervorkommen des Schreckenberges bei St. Annaberg geprägt wurden. Ihren schlechten Ruf erhielt die Münzsorte während der ersten Kipper- und Wipperzeit (1620–1622), als riesige Mengen unterwertiger Schreckenberger ausgegeben wurden, die das ganze Land überschwemmten. Der Name »Schrekkenberger«  wurde  infolgedessen  zum  Schimpfwort für alle schlechten Münzen der Kipper- und Wipperzeit.

  • Schmalkaldischer Bundestaler

    Zwischen 1542 und 1546 in der Münzstätte Goslar vom Schmalkaldischen Bund – einer Vereinigung protestantischer Fürsten und Städte – ausgebrachter Taler, der durch sein Münzbild Ziele und Inhalte des Schmalkaldischen Bundes verbreiten sollte. Die Münze galt jedoch auch als normales Zahlungsmittel.

  • Schrot und Korn

    Die traditionelle Redewendung „von echtem Schrot und Korn“ stammt aus der Welt der Münzen. Schrot bezeichnete ursprünglich das Rau- bzw. Gesamtgewicht einer Münze, während Korn für das Feingewicht der Münze stand, das heißt für ihren Edelmetallanteil.

    Besonders in Krisenzeiten wurde an diesen beiden Größen gerne manipuliert, weshalb unverfälschte Münzen von echtem Schrot und Korn hoch angesehen waren. Im übertragenen Sinne ist damit ein aufrichtiger Mensch gemeint.

  • Schrötling

    (mittelhochdeutsch schroten = zerhacken, zerteilen) Ursprüngliche Bezeichnung für das ausgestanzte oder ausgeschnittene, noch nicht beprägte Münzstück. Seit dem 18. Jahrhundert ist dafür der Name »Ronde« bzw. »Plättchen« gebräuchlich.

  • Schüsselpfennig

    Konkaver, einseitig geprägter Pfennig, der insbesondere am oberen und mittleren Rhein zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert üblich war. Durch die Schüsselform waren diese Pfennige besser greifbar als flache Prägungen.

  • Schwanzdukaten

    So oder auch Zopfdukaten nannte das Volk die Dukaten Friedrich Wilhelms I. von Preußen. Sie zeigten das Brustbild des Königs mit Zopf. Auch seine Taler, Gulden, Tympfe und Groschen wurden so bezeichnet.

  • "Schweinegeld" (hog money)

    So oder auch Zopfdukaten nannte das Volk die Dukaten Friedrich Wilhelms I. von Preußen. Sie zeigten das Brustbild des Königs mit Zopf. Auch seine Taler, Gulden, Tympfe und Groschen wurden so bezeichnet.

  • Schön

    Deutliche Abnutzungsspuren mit noch erkennbaren Reliefkonturen [s=schön].

  • Schöpfer der Euro-Banknoten

    In der Öffentlichkeit ist er bislang kaum in Erscheinung getreten. Doch Millionen von Euro-Bürgern halten seine wohl wichtigsten Werke in den Händen:

    Der österreichische Grafiker Robert Kalina hat die Euro-Banknoten entworfen, die seit Januar 2002 in gut 14 Milliarden Exemplaren auf den Markt kommen.


    Anders als die Euro-Münzen sehen die Scheine für alle Staaten der Währungsunion überall gleich aus, und alle sind der Fantasie des 46-Jährigen entsprungen. Fenster, Bögen und Brücken aus verschiedenen Epochen zieren Kalinas Euro-Noten.

    "Keines der Baudenkmale gibt es wirklich, aber alle sind von echten Bauten inspiriert", versichert der Künstler. Ein Kunsthistoriker bescheinigte ihm, dass er einzelne Baustile nicht unzulässig vermischte, zudem ließ Kalina die Stabilität seiner Fantasiewerke von einem Bauingenieur überprüfen, damit die Bauten nicht etwa den Eindruck von Einsturzgefahr vermitteln.

  • Schöpfer der Euro-Münzen

    Er hat die Euro-Münzen entworfen: der Belgier Luc Luycx (43).

    Er arbeitet als Designer bei der Königlichen Münze von Belgien. Bei seinen Entwürfen zu Euro hatte er stets im Kopf: Die Zahlen müssen groß und klar auf den Münzen erkennbar sein. Neben den Ziffern für einen, zwei und fünf Eurocent hat er eine winzige Weltkugel mit den Umrissen Europas untergebracht - "um zu zeigen, wo wir uns auf dem Globus befinden".

    Die Münzen für zehn, 20 und 50 Eurocent zeigen räumlich getrennt die 15 EU-Staaten: "Sie sind noch dabei, einander zu finden", erläutert er. Auf den Münzen für einen und zwei Euro haben sie sich gefunden und bilden eine Einheit.

  • Schöpfer des Euro-Zeichens

    Noch heute wundert sich Jean-Pierre Malivoir, wie einfach er dem Euro ein Symbol verpasste. Es war Ende 1996, als der EU-Kommissionsbeamte und zwei Mitarbeiter mit schwarzem Filzstift ein paar Skizzen auf Din-A4-Bögen kritzelten. Nach anderthalb Tagen suchte Malivoir seine fünf Favoriten aus. Einer davon war jenes €, das seither auf Postern, in Werbespots, auf Computertastaturen und auf Preisschildern von der Ankunft der Gemeinschaftswährung kündet. Ein Zeichen, das sich spätestens vom 17. Dezember 2001, da sich die Deutschen ihre ersten Münzen des neuen Geldes kaufen dürfen, den Weg in unseren Alltag bahnen wird.

    Der Euro ist nicht die erste Gelegenheit, bei der sich der Franzose in Europa verewigt hat. Anfang der achtziger Jahre entwarf der Jurist die blauen Schilder für die Grenzübergänge. 1992 half er bei der Gestaltung des Europäischen Expo-Pavillons von Sevilla mit. Kein Job aber fesselte ihn so sehr wie die Vermarktung des Euro. Wenn der Euro endlich da ist, sagt Malivoir, "werde ich zwar nicht stolz sein, aber doch sehr zufrieden".

    Jean-Pierre Malivoirs Mission ist bald zu Ende. Im kommenden Juni stellt die EU-Kommission ihre Euro-Kampagne weitgehend ein. Und weil der 61-Jährige sich für die nächste Reformdebatte, die EU-Osterweiterung, zu alt fühlt, will Malivoir die Euro-Einführung historisch aufarbeiten. Schon jetzt ist sein kleines Büro ein monetäres Museum. Seit Jahren sammelt Malivoir Bilder, Plakate und Karikaturen. Er dokumentiert so die Schwankungen der öffentlichen Meinung, von der Euphorie von Dublin über die Euro-Depression Ende 1999 bis heute, wo das Geld, wie er meint, "völlig akzeptiert" ist.


    Und weil Malivoir so fest an den Euro glaubt, stört es ihn auch nicht, dass sein Symbol bei der ersten Generation des Geldes ein wenig zu kurz kam. Nur im Hologramm der Scheine findet sich das €, auf den Münzen fehlt es. "Alle Noten und Münzen", tröstet sich Malivoir, "müssen eines Tages gegen eine neue Generation ausgetauscht werden. Aber das Symbol wird bleiben."
  • Sechsling

    (auch Sösling, Sesling) Billonmünze (Münzen mit einer Silberlegierung aus max. 500/100 fein) zu 6 Pfennigen bzw. ½ Schilling, die ab Anfang des 15. Jahrhunderts von Lübeck, Hamburg, Mecklenburg und Holstein ausgegeben wurde.

  • Sechser

    Bis zum Euro war in einigen Gegenden Deutschlands das 5-Pfennig-Stück unlogischerweise ein "Sechser".

    Ein Sechser war die volkstümliche Bezeichnung für das Sechsfache von Kreuzer, Batzen, Groschen oder Pfennig. Der Halbgroschen war seit Jahrhunderten bis 1871 ein Sechser (= 6 Pfennige) wert. Deshalb behielt man den Namen bei für die Halbgroschenmünze, auch wenn diese seit 1871 ein 5-Pfennig-Stück ist.

  • Sehr gut erhalten = sge

    Benennt den Erhaltungsgrad einer Münze, die schon recht abgegriffen ist und deren Jahreszahl und/oder Münzzeichen sich oft nicht mehr entziffern lassen.

  • Sehr schön / Vorzüglich

    Zwischenerhaltung (ss/vz.)

  • Sehr schön = ss

    (Abk. ss) Bestimmter Erhaltungsgrad von Münzen. Münzen mit der Bezeichnung »sehr schön« zeigen zwar deutliche Abnutzungsspuren, das Münzbild ist jedoch noch vollständig erkennbar.

  • Sesterz

    Die häufigste römische Münze neben dem Denar.

  • Seufzer

    Seufzer ist die volkstümliche Bezeichnung für die sächsischen 6-Pfennig-Stücke der Jahre 1701 und 1702. Diese waren in riesigen Mengen (ca. 28 Millionen) unter Friedrich August I. (dem Starken) von Sachsen (1694-1733) in Umlauf. Sie waren stark unterwertig ausgeprägt, d.h. sie enthielten sehr viel Kupfer anstelle des Silbers. Dadurch sank die Kaufkraft stark. Das Volk war davon schwer betroffen und "seufzte" unter der schlechten Münze.

  • Sicherheitsmerkmale Euromünzen

    Der Euro wird nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) sicherer sein als die D-Mark. Die sieben Banknoten sind über die gesamte Serie mit anspruchsvollen Sicherheitsmerkmalen wie Wechselfarbdruck und Wasserzeichen ausgestattet. Die acht Münzen sind von verschiedenen Rändelungen umgeben. Die Euro- Scheine und - Münzen gelten vom 1. Januar 2002 an für 300 Millionen Menschen in zwölf europäischen Staaten.

    Die acht verschiedenen Münzen unterscheiden sich in Dicke, Gewicht, Größe, Material und Farbe. Die leicht magnetische 1-Euro- Münze ist zweifarbig. Sie ist innen silberfarben, besitzt einen goldfarbenen Rand und eine gebrochen geriffelte Rändelung. Farblich umgekehrt sieht das ebenfalls leicht magnetische 2-Euro-Stück aus: Es ist außen silberfarben und innen goldglänzend. Der Münzrand ist mit einer geriffelten Schriftprägung versehen.

    Das 50-Cent-Stück ist goldfarben und hat eine feine Wellenprägung. Es ist nicht magnetisch. Ebenfalls goldfarben präsentiert sich die Münze zu 20 Cent. Das ebenfalls nicht magnetische Geldstück zeigt statt einer Randprägung sieben Einkerbungen. Mit einer feinen Wellenprägung ist die 10-Cent-Münze versehen. Die kupferfarbenen 1-, 2- und 5 Cent-Stücke sind stark magnetisch. Sie haben jeweils einen glatten Rand, nur die 2-Cent-Münze hat eine Einkerbung.
  • Sicherheitsmerkmale Euroscheine

    Der Euro wird nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) sicherer sein als die D-Mark. Die sieben Banknoten sind über die gesamte Serie mit anspruchsvollen Sicherheitsmerkmalen wie Wechselfarbdruck und Wasserzeichen ausgestattet. Die acht Münzen sind von verschiedenen Rändelungen umgeben. Die Euro- Scheine und - Münzen gelten vom 1. Januar 2002 an für 300 Millionen Menschen in zwölf europäischen Staaten.

    In alle sieben Banknoten im Wert von 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Euro sind unter anderem die bekannten Wasserzeichen und Sicherheitsfäden eingearbeitet. Beim Kippen lassen sich changierende Lichteffekte auf Perlglanzstreifen und bei den Scheinen von 50 Euro aufwärts Architektur-Hologramme und mehrfarbige Wertzahlen erkennen. Bereits beim Anfassen können die per Stichtiefdruck aufgebrachten architektonischen Motive gefühlt werden. Dies bedeutet vor allem für blinde und sehbehinderte Menschen einen wirksamen Schutz.

  • Silber

    Silber ist - wie auch Gold - eines der ältesten Münz- und Tauschmetalle. Der überwiegende Teil der modernen Gedenkmünzen wird aus Silber geprägt.

  • Silber-Euro

    Die Sammlung Gedenkmünzen der Bundesrepublik Deutschland zu fünf und zehn Deutsche Mark wird durch die neuen Silber- und Gold-Euros erst komplett.
    Ab 2002 gibt das Bundesfinanzministerium fünf Silber-Euro-Gedenkmünzen zu 10 Euro pro Jahr heraus. Ab 2003 bis zur Fußball-WM 2006 erscheint jährlich zusätzlich noch eine sechste silberne Fußball-Euro-Münze.


    Die Themen für 2002 sind: "Übergang zur Währungsunion – Einführung des Euro", "100 Jahre U-Bahn in Deutschland", "Kunstausstellung Documenta", „Museumsinsel Berlin" und "50 Jahre Deutsches Fernsehen".


    Die bereits bekannten Themen für 2003 sind: "Industrielandschaft Ruhrgebiet", "100 Jahre Deutsches Museum München" und "200. Geburtstag des Chemikers Justug von Liebig".
  • Silberdollar

    Vor 210 Jahren, genau am 2. April 1792, wurde durch Beschluss des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika verfügt, eine Silbermünze mit dem Namen Dollar zu schaffen, nachdem bereits 1785 als Währungseinheit beschlossen worden war.

    Der Dollar (angelsächische Übersetzung des deutschen Worts "Taler") wurde in 100 Cents unterteilt, die ersten Silberdollars 1794 geprägt. Die variantenreichen ersten Jahrgänge der Silberdollars bis 1803 wurden nur in relativ kleinen Auflagen geprägt und sind heute gesuchte Raritäten.

    Auch die Silberdollars der zweiten Prägeperiode von 1840-1873 sind selten. Erst die sogenannten Morgan-Dollars, benannt nach ihrem Medailleur, die von 1878-1921 geprägt wurden, sind relativ häufig und noch heute zu erschwinglichen Preisen erhältlich.

    Die schönen Motive dieser ersten Silberdollars der USA-Freiheitsgöttin und Adler - finden sich heute in abgewandelter Form noch auf den "Silber-Eagles" (Silberadlern), die jährlich mit neuer Jahreszahl vom Schatzamt der Vereinigten Staaten herausgegeben werden.


    In den 20ern und 30er Jahren gab es den sogenannten Peace-Dollar, und schließlich lebte die Tradition der US-Silberdollars 1971 mit dem Porträt des zwei Jahre zuvor verstorbenen US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower und dem Weißkopf-Seeadler auf der Rückseite wieder auf. Die modernen Silberdollars sind als Gedenkmünzen wichtigen Ereignissen und Jubiläen gewidmet.

  • Sinnbilder/Allegorien

    Allegorien beziehungsweise Sinnbilder sind personifizierte Darstellungen abstrakter Begriffe wie Ehre, Freiheit, Gerechtigkeit, Schutz oder Treue, die sich bereits auf frühen römischen Münzen der Kaiserzeit finden.

    Von modernen Münzen her bekannt sind insbesondere weibliche Freiheitsallegorien wie die amerikanische Liberty oder auch Landesmütter wie die schweizerische Helvetia, Frankreichs Marianne oder die englische Britannia.
  • Sn=Zinn

    Das Metall, aus dem eine Münze gefertigt ist, hat maßgeblichen Einfluss auf ihren Wert. Bei der Abkürzung "Sn" handelt es sich um das Münzmetall Zinn.

  • Solidus

    (lat. gediegen, massiv) Von Kaiser Konstantin dem Großen (um 285–337) im Jahre 309 eingeführte Hauptgoldmünze des spätrömischen und byzantinischen Reiches, die sich schnell zu einem der wichtigsten Nominale des gesamten Mittelmeerraumes entwickelte. Die Münze, deren Gewicht und  Reinheit kaum schwankte, wurde nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches im 5. und 6. Jahrhundert auch von den germanischen Stämmen der Völkerwanderungszeit nachgeprägt.

  • Sondermünzen

    Münzen, die in Polierter Platte oder Spiegelglanz von Pseudo- oder Kursmünzen hergestellt werden.

  • Spanische Blume

    Die "Spanische Blume" bezeichnet eine bestimmte Münzform, die man von einigen 50-Pesetas-Münzen aus Spanien kennt: Sie ist rund mit sieben Einkerbungen.


    Das 20-Euro-Cent-Stück wurde ebenfalls in dieser Form geprägt. Grund ist die bessere Unterscheidbarkeit zu den anderen Kleinmünzen – ein Zugeständnis vor allem an blinde und sehbehinderte Mitbürger in der Europäischen Union.

  • Spiegelglanz

    Münzen, die auf nicht-polierten Ronden mit polierten Stempeln geprägt werden. Häufig werden diese Münzen auch als Polierte Platte-Münzen bezeichnet.

  • Spindelprägewerk

    (auch Balancierwerk, Stoßwerk) Wichtigste Münzprägemaschine vom 17. bis Mitte des 19. Jahrhunderts, die ca. 1550 in Augsburg erfunden wurde. Die neue Technik, bei der der Oberstempel des Prägewerks durch eine Gewindespindel vertikal bewegt wurde, ermöglichte eine präzisere und schnellere Prägung mit hohem Druck.

  • Spottmedaillen, -münzen

    Bezeichnung für Medaillen oder Münzen, auf denen mittels satirischen Darstellungen oder Inschriften Ereignisse des Zeitgeschehens, Persönlichkeiten  oder  Institutionen verspottet wurden. Bekannt sind u.a. die protestantischen Spottmedaillen des 16. Jahrhunderts mit den Doppelbildnissen von Papst und Teufel sowie Kardinal und Narr (um den Teufel bzw. Narr zu erkennen, musste die Medaille um 180 Grad gedreht werden).

  • Spott-Taler

    Auf sogenannten "Spott-Talern" hat Herzog Heinrich Julius von Braunschweig diverse symbolische Motive zu den Zwistigkeiten unter den Adelsgeschlechtern Saldern, Steinberg und Stockheim prägen lassen.

  • Stahl

    Veredelte Form des Eisens, dennoch wegen der Nachteile des Eisens zur Münzprägung aber nur bedingt geeignet. Die Abkürzung von Stahl lautet: St.

  • Starter-Kits

    Vom 17.12.2001 an werden sogenannte Euro-Starter-Kits ausgegeben. Ein Set enthält 20 Münzen aller Stückelungen im Wert von 10,23 Euro bzw. 20,01 DM. Die Euro-Münzen sollen dazu dienen, der Bevölkerung ab dem 17.12. d.J. den Umgang mit den Euro-Münzen vertraut zu machen und die Euro-Münzen (->EURO-Münzen) ab dem 1. Januar 2002 für den Zahlungsverkehr zu verwenden.
  • Stater

    Die zweite wichtige Münze im griechischen Altertum, neben dem Drachmen, war der Stater (Statera = Waage). Der Stater war ursprünglich eine Gewichtsbezeichnung, die auf verschiedene Münzen übertragen wurde.

    Der verbreitetste Stater kam aus Korinth. Er wurde in Silber geprägt, wog etwa 8,5 Gramm und war eine Tridrachme - also 3 Drachmen - wert.

    Bekannt ist das Motiv mit dem Portrait der behelmten Athene, das sich Jahrtausende später auf den Kursmünzen der ersten Republik Griechenland (1924-1935) wiederfindet. Auf der Rückseite ist das Flügelpferd Pegasos dargestellt, eine weitere Figur der griechischen Mythologie.
  • Stempel

    Stahlwerkzeug mit dem vom Stempelschneider negativ eingearbeiteten Bild von Vorder- bzw. Rückseite einer Münze, das sich bei der Prägung positiv in die Münzplatte einprägt. Heute wird der »Stempel« als »Matrize« bezeichnet und nicht mehr von Hand geschnitten, sondern maschinell hergestellt.

  • Stempelglanz "st"

    Idealer Erhaltungsgrad (abgekürzt st) von Münzen, die frei von Kratzern, Schlägen und anderen Verletzungen sein sollten. Geringfügige Kratzer sind durch den Ausstoß nach der Prägung oder durch Transport möglich. Früher legte der Sammler Wert auf den Glanzeffekt, der die stempelfrischen Münzen auszeichnete. Weitere Informationen unter Erhaltungsgrad.

  • Stempelschneider

    (auch Medailleur) Bis zur mechanisierten Herstellung von Prägestempeln wurden Münzbilder per Hand vom Stempelschneider negativ in das Eisen des Stempels geschnitten. Stempelschneider hatten meist eine künstlerische Ausbildung wie Goldschmied, Siegelschneider oder Bildhauer.

  • Sterbemünzen (allg.)

    Sterbetaler oder Sterbemünzen sind Prägungen, die nach dem Tod des Münzherrn oder dem Tod von Angehörigen des Münzherrn mit deren Sterbedatum versehen sind.

  • Sterling-Silber

    Mit „Sterling“ wurden ursprünglich mittelalterliche Münzen bezeichnet. Unter dem Namen bekannt sind beispielsweise hochwertige Pfennige, die seit dem Jahr 1180 unter dem englischen König Heinrich II. (1154–1189) geprägt wurden.

    Als Münzbezeichnung hielt sich der Ausdruck in Westeuropa bis Ende des Mittelalters, wobei zunehmend der Name „Sterling-Silber“ als Standardangabe für einen Feingehalt von 925 Tausendstel Anteilen an Edelmetall stand.

    Heute ist „Sterling“ nicht nur ein international anerkannter Begriff, sondern auch die gängigste Metalllegierung bei Gedenkmünzen. In der Bundesrepublik Deutschland werden die Silbermünzen seit 1998 in dieser hochwertigen Legierung geprägt. Und natürlich wird diese Tradition auch im Euro-Zeitalter fortgesetzt.

    Übrigens: In England wurde der Ausdruck „Sterling“ sogar Teil der Währungsbezeichnung. Da im Mittelalter aus einem Pfund (englisch: Pound) Silber 240 Sterlinge geprägt wurden, verbreitete sich zunächst als Zähleinheit der Ausdruck „Pound of Sterlings“. Später bezeichnete „Pound Sterling“ die britische Währungseinheit – was sich bis heute erhalten hat.

  • Sterntaler

    Volkstümliche Bezeichnung für die Taler-Prägungen von Landgraf Friedrich II. von Hessen-Kassel (1720–1785) aus den Jahren 1776, 1778 und 1779. Die Münzen, die den Stern des Hausordens vom Goldenen Löwen zeigen, dienten insbesondere der Entlohnung von hessischen Soldaten, die der Landgraf als Söldner für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg an England verkauft hatte

  • Stäbler

    Auch Stebler, sind Baseler Hohlpfennige vom 14. - 16. Jh. Die Pfennige erhielten ihren Namen aufgrund des Stadtwappens, das einen Bischofsstab enthält. Er setzte sich im gesamten Gebiet des Rappenmünzbundes durch. Von 1403 an war er zusammen mit dem Rappen die Hauptmünze des Schweizer Bundes.

  • Stüber oder Stüver

    Deutsche Bezeichnung für den niederländischen »Stuiver« sowie dessen Nachahmungen in Ostfriesland, Westfalen und dem Rheinland ab dem 15. Jahrhundert. Bekannt sind insbesondere die 24 Stüber-Stücke aus Emden und Oldenburg, die um 1680 entstanden und einem Gulden entsprachen.

  • Stumme Münze

    Münzen, die keinerlei In- oder Umschriften tragen. Besonders zu Beginn der Münzprägung bis ca. 500 v. Chr. waren stumme Münzen üblich.

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