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Münzwelt - Informationen rund um das Thema Münzen

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  • Gedenkmünzen

    Gedenkmünzen sind offiziell von einem Staat herausgegebene Münzen, und damit gesetzliche Zahlungsmittel laut ihrem aufgeprägten Nennwert. Allerdings wird – im Gegensatz zu Kursmünzen – kein Sammler damit im Geschäft an der Kasse bezahlen, denn der Liebhaberwert ist in der Regel deutlich höher als der Nennwert. Oftmals liegt allein der Wert des verprägten Edelmetalls schon weit über dem Nennwert, was zum Beispiel besonders bei der 1-DM-Goldmünze von 2001 („Gold-Mark“) auffällt. Der Sammlerwert ist hier freilich noch um ein Vielfaches höher.

  • Gefütterte Münzen

    So werden Münzen genannt, die unter ihrer Gold- oder Silberoberfläche einen Kern aus Kupfer oder Bronze haben. Es handelt sich oft nicht um gefälschte Münzen, sondern um Verfälschungen im Auftrag des Münzherrn. Man nennt sie auch Subaerati. Sie sind besonders bei römischen Denaren der Kaiserinnen des 1. Jhs. n. Chr. zu finden.

  • Gegenstempel

    Kleines Zeichen, das einen Buchstaben oder ein Bild zeigt. Es wurde gelegentlich in ältere Münzen eingeschlagen, um zu kennzeichnen, dass sie geprüft wurden und den geforderten Feingehalt enthielten. Anschließend galten die meist fremdländischen Münzen im eigenen Land als Zahlungsmittel.

  • Geknitterte Münzen

    Numismatische Bezeichnung für meist große Münzen aus dünnem Edelmetall, die aufgrund ihrer geringen Stabilität Knitterfalten aufweisen. Besonders häufig treten solche Falten bei einigen dünnen Brakteaten des Mittelalters auf. Auch Goldmünzen wie Rosenobel oder Schiffsnobel weisen Knickspuren auf, die wohl durch Biegen des Materials zu Prüfzwecken entstanden sind.

  • Geldmenge

    Die Gesamtsumme aller verfügbaren Geldbestände des Nichtbankensektors eines Währungsgebietes zu einer bestimmten Zeit. Man unterscheidet nach ihren Fristen verschiedene Geldmengen.

  • Geldpolitik

    Alle Maßnahmen einer Zentralbank, die zum Ziel haben, eine Volkswirtschaft ausreichend mit Geld zu versorgen. Wichtigste Instrumente zur Steuerung der Geldmenge sind die Festlegung kurzfristiger Zinssätze sowie Maßnahmen zur Vermehrung oder zur Verringerung des Geldumlaufs.

  • George Washington

    George Washington, der als militärischer Oberbefehlshaber die kolonialen Truppen zur Unabhängigkeit führte, wurde 1789 zum ersten Präsidenten der gerade geborenen Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.

    Sein Name ist auch heute noch allgegenwärtig. Ein Bundesstaat, mehrer Berge, über vierhundert Schulen und nicht zuletzt die Bundeshauptstadt selbst sind alle nach dem großen Landesvater benannt. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass George Washington der als erster und am meisten auf Münzen geprägt amerikanische Präsident ist.

  • Gold

    Reines Münzmetall: Das begehrteste Münzmetall der Welt. Es wird zumeist in Legierung mit Kupfer, Silber, Nickel, Neusilber oder Palladium verarbeitet. Je höher der Reingehalt, desto weicher ist das Gold.

  • Gold-Euro

    Die Bundesregierung hat sich nach dem Erfolg der Gold-Mark und der ersten Gold-Euro-Münzen dazu entschlossen, auch weiterhin Goldmünzen zu prägen. Ab 2003 erscheint eine Gold-Euro-Ausgabe pro Jahr zum Thema "deutsche Weltkulturerbe-Städte". Als Motiv wird die erste Münze die Fachwerkstadt Quedlinburg tragen.

  • Gold-Panda

    Der Pandabär ist das National-Tier von China. Er wird auch Bambusbär genannt, da er sich ausschließlich von Bambus ernährt. Der Bambusbär ist heute nur noch in den Bambuswäldern Südwestchinas zu finden, da er durch das Abholzen der Wälder vom Aussterben bedroht ist, stehen die letzten freilebenden Exemplare unter strengem Artenschutz.

    China prägt seit 1982 die Gold-Panda-Münzen und seit 1983 auch die Silber-Pandas, beide jedoch nur in limitierter Auflage, daher bergen sie auch ein dementsprechendes Wertsteigerungspotential.

    Jährlich erscheinen neu gestaltete Panda-Münzen, die den Kleinbären mal beim Bambus knabbern oder mal beim Spielen zeigen. Auf den gemeinsamen Rückseiten ist die 32 Meter hohe, dreistöckige Halle der Jahresgebete im Pekinger Himmelstempel zu sehen.

  • Goldgewinnung

    Mehr als drei Viertel allen Goldes werden heute bergmännisch im Tiefbau gewonnen. Dabei gehört, mit einer Fördermenge von etwa 600 t (etwa 30 % der jährlichen Weltfördermenge) Südafrika zu den führenden Goldbergbauländern. Die reichsten Goldvorkommen der Erde befinden sich im Gebiet des Witwatersrand nahe Johannesburg.

    Südafrikanischen Goldbergwerke zählen zu den technologisch fortschrittlichsten in der ganzen Welt. Das goldhaltige Gestein muss aus beträchtlicher Tiefe zu Tage gefördert werden. Mit bis zu 3900 Metern gehören z.B. die Schächte der Western Deep Levels Mine zu den Tiefsten der Welt.

    Der Bergbau in diesen Tiefen ist normalerweise äußerst problematisch. Alle 33 Meter steigt die Umgebungstemperatur um ein Grad an. Im Herzen der Bergwerke herrscht eine mörderische Hitze. Um die Arbeitsbedingungen unter Tage erträglich zu machen, kühlen große Klimaanlagen die Lufttemperatur auf 32 Grad herunter. Gleichzeitig besprüht man die Gesteinsoberfläche mit Wasser, damit die Lunge vor dem verstopfenden Staub geschützt ist. Der Preis dafür ist eine hohe Feuchtigkeit, die mit fast 100 % unerträglich ist.

    Die Schwerstarbeit unter Tage erfordert eine gesunde und ausreichende Ernährung der Bergarbeiter. Ihre Tagesrationen sind reich an Vitaminen und Proteinen: Jeder „Kumpel“ erhält täglich mindestens 4000 Kalorien. In eigenen Krankenhäusern wird der Gesundheitszustand der Minenarbeiter überwacht.

    Der Material-, Arbeits- und Energieaufwand bei der Goldgewinnung ist immens. Um eine einzige Feinunze Gold herzustellen (1 Unze = 31,104 g ) benötigt man 3,3 Tonnen Erz, 5440 Liter Wasser, 572 Kilowattstunden Strom, 12 Kubikmeter Pressluft und dazu jede Menge Sprengstoff.

    Nachdem das goldhaltige Gestein zu Tage gefördert worden ist, muss es mehrere aufwendige Verarbeitungsstufen in einer Goldraffinerie durchlaufen, bis das wertvolle Edelmetall in absoluter Reinheit vorliegt.

    Durch Zermahlen und Hinzufügen von Wasser entsteht ein feiner Schlamm, dem auf chemischem Wege (Cyanidlösung) das Rohgold entzogen wird. Schmelzvorgänge und ein elektrochemisches Verfahren schließen sich an, bevor das Gold den Reinheitsgrad von 99,99% erreicht und in Barren gegossen wird. Die fertigen Barren werden in Holzkästen von der Größe der Schuhkartons verpackt, an die Südafrikanische Reservebank geliefert und anschließend in regelmäßigen Transporten über den Londoner Goldmarkt in den Welthandel gebracht – um dann anschließend zu Schmuck oder aber zu wertvollen Münzen verarbeitet zu werden.

    Sie sehen also – es ist ein langer und harter Weg vom goldhaltigen Gestein bis hin zur fertig geprägten Goldmünze

  • Goldstandard

    Der Goldstandard kennzeichnet ein Währungssystem, das garantiert, dass Banknoten jederzeit wieder zurück in Gold eingetauscht werden können, wobei der Kurs immer gleich bleibt. Wenn dabei die gesamte Menge des Umlaufgeldes gedeckt ist, spricht man von einem vollen Goldstandard (100 %). Faktisch kam dieser allerdings kaum vor – meist wurde nur ein fest definierter Teil der Währung in Gold gedeckt.

    Der Goldstandard wurde 1816 von Großbritannien eingeführt und trat in den Folgejahren seinen Siegeszug um die Welt an. Mitte des 19. Jahrhunderts gingen immer mehr Staaten (Deutsches Reich 1873, Niederlande 1875, Russland 1897, USA 1900) dazu über, Gold als wichtigstes Deckungsmittel ihrer Landeswährung zu nutzen.

    Dank der strikten Einhaltung nationaler Gesetze und Deckungsvorschriften und dem Vertrauen der Finanzwelt in die Verlässlichkeit des Systems sorgte der Goldstandard rund 100 Jahre lang für internationale Stabilität. Erst nach dem Ende des 1. Weltkrieges kam es zum Zusammenbruch.

    Mehrere Wiederbelebungsversuche scheiterten – am 1.4.1978 wurde vom Internationalen Währungsfond endgültig festgelegt, dass Gold nicht mehr Ausdrucksmittel für den Preis der angeschlossenen Währungen ist. Auch wenn noch einige Länder Goldreserven besitzen, so stehen diese in keinerlei Verhältnis zur jeweiligen Währung.

  • Goldwährung

    Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 bedeutete auch das vorläufige Ende der deutschen Goldmünzen. Ab hier ersetzte Papiergeld die Edelmetall-Prägungen. Da die Währung in Mark und Pfennig rasch international Anerkennung gefunden hatte, durfte die neugegründete Deutsche Reichsbank für größere Transaktionen seit 1909 Banknoten ausgeben. Der aufgedruckte Nominalwert des Papiergelds war aber durch Gold gedeckt. Alle im Umlauf befindlichen Geldscheine konnten also in Gold zurückgetauscht werden. Wenn diese Tatsache erfüllt ist, so spricht man von Goldwährung. Heute gibt es keine großen Währungen mehr, die durch Gold gedeckt sind, sondern durch andere Sicherheiten, wie etwas die Wirtschaftkraft eines Landes. Aber es gibt wieder Goldmünzen in Deutschland. Die Gold-Mark 2001, gefolgt von dem ersten deutschen Gold-Euro, legten den Grundstein für ein neues Sammelgebiet.

  • Gottesfreundtaler

    Diesen Spotttaler ließ Herzog Christian von Braunschweig, der von 1616-1629 Bischof von Halberstadt war, mit Kirchensilber besonders des Paderborner Domes prägen. Auf der Vorderseite steht "Gottes Freundt, der Pfaffen Feindt", daher der Münzname.

  • Griechisches Münzwesen

    Ältester und neben den römischen Münzen größter Teilbereich der antiken Numismatik.
    Nach Herodot gelten die Lyder in Kleinasien im späten 7. Jh. v.Chr. als Erfinder der Münze. Es handelte sich um gestempelte Elektronmünzen, die einige Rinder oder viele Schafe wert waren. Es gilt keineswegs als gesichert, dass die ersten Elektronmünzen zur Erleichterung des Handels hergestellt wurden; möglicherweise wurden sie auch vom lydischen König als Geschenke für Kriegsdienste oder andere Loyalitätsbezeugungen überreicht. Aber bald war die Münze ein Zahlungsmittel und verbreitete sich schnell auch in den anderen Gebieten des griechischen Kulturkreises.

    Im griechischen Münzwesen spielte das Silber die Hauptrolle, Gold und Elektron wurden in archaischer und klassischer Zeit, Gold auch in den hellenistischen Großreichen (Makedonien, Ptolemäer, Seleukiden) ausgeprägt. Die Münzen wurden nach verschiedenen Münzfüßen ausgebracht, der wichtigste war wohl der attische Münzfuß, nach dem auch die Eulen von Athen geprägt wurden. Die wichtigsten größeren Nominale waren der Stater, die Tetradrachme und die Drachme. In numismatischen Katalogen werden die antiken Münzen geographisch geordnet dargestellt, meist immer noch nach dem Eckhelschen System (Eckhel, Joseph Hilarius), beginnend mit Spanien im Uhrzeigersinn um das Mittelmeer herum. Siehe auch antike Münzen.

  • Groschen

    Kaufen Sie manchmal noch Groschenware?

    Schmökern Sie womöglich manchmal in einem Groschenroman - obwohl Sie ihn längst mit Euro und Cent bezahlen? Natürlich, der Groschen ist längst ausgestorben. Allerdings nicht erst seit der Abschaffung der D-Mark, wie viele denken.
    Tatsächlich wurde der Groschen offiziell schon 1871 abgeschafft zur Einführung der Mark. Damals sollte den regionalen Währungen ebenso ein Ende bereitet werden wie der Kleinstaaterei. Währung des neuen Kaiserreichs wurde die Mark, die ursprünglich ein Maß für Edelmetall war.

    Der Groschen hat eine weit längere Geschichte. Eingeführt hatte ihn Graf Meinhard II. von Tirol bereits 1271 in Meran. Er ersetzte damit die alte römische Münze Denar. Groschen waren zwölf, manchmal auch zehn Pfennige wert. Anfangs entsprach der Wert des Groschens noch dem des Metalls, aus dem er geprägt war: reinem Silber.

    Das Wort Groschen kommt von lateinisch grossus denarius turnosus "dicker Pfennig von Tour" abgeleitet, auf französisch Gros tournois. Nach dem Vorbild des Gros tournois wurden um 1300 die Prager Groschen und 1338 die Meissner Groschen gestaltet. Diese wiederum beeinflussten fast das ganze deutsche Münzwesen, so dass der Groschen zu 12 Pfennigen eine weitverbreitete Handelsmünze wurde. Heute gibt es Groschen nur noch in Österreich. In Deutschland wurden umgangssprachlich Zehnpfennigstücke so genannt.

    Der Groschen hat die deutsche Sprachgeschichte nachhaltig geprägt. Eine Parkuhr nannte man früher scherzhaft ein "Groschengrab", in Bertolt Brechts "Dreigroschenoper" schrieb die Münze sogar Theatergeschichte. Der Groschen taucht in vielen Sprichwörtern auf:

    - Wer einen Groschen einnimmt und vier ausgibt, braucht keine Börse.
    - Wer einen Groschen hat und Brot, der leidet keine Not.
    - Wer einen Groschen spart, hat zwei verdient.
    - Wer einen Groschen um Gottes willen gibt, bekommt zwei wieder.
    - Wer einen Gulden kann sparen, soll gern einen Groschen lassen fahren.
    Soll damit nun Schluss sein? Nur weil wir den modernen Euro in der Hosentasche klimpern lassen? Keineswegs. Denn der Groschen war schon zu Zeiten der D-Mark veraltet - außer in Österreich, dort bestand er bis ins Jahr 2001.

    In der Sprache hatte der Groschen jedoch auch in Deutschland überlebt. Weil die Deutschen die Münze nicht einfach aussterben lassen wollten und der Volksmund mitunter über ein langes Gedächtnis verfügt, nannte man das Zehn-Pfennig-Stück weiterhin Groschen - bis zum Tage der Einführung des Euro. Und so ganz ist er immer noch nicht aus dem Sprachgedächtnis verschwunden.

    So gesehen gibt es keinen Grund, das Zehn-Cent-Stück nicht einfach ebenfalls Groschen zu nennen, wie einstmals das Zehn-Pfennig-Stück.

    In Süddeutschland hielt sich beispielsweise lange Zeit die Bezeichnung Kreuzer, obwohl die gleichnamige Münze gemeinsam mit dem Pfennig abgeschafft worden war und heute nur noch in Entenhausen als Währung üblich ist.

    Ob sich der Groschen erhalten lässt, wird die Zeit zeigen. Denn auch wenn wir längst in Euro und Cent berappen müssen, gilt weiterhin: Wer den Groschen nicht ehrt, ist des Talers nicht wert.
  • Groten

    Die Pfennige wurden in den Gebieten um die Unterweser im beginnenden 14. Jh. von niederländischen, westdeutschen und französischen Turnosegroschen (Gros tournois) verdrängt. Diese Groschen wurden in Bremen und Umgebung Groten Turnos genannt.


    In der Mitte des 14. Jh.s bildete sich die Bremer Gewichtsmark, die in 32 Grote unterteilt wurde. Im Jahr 1423 ließ die Stadt Bremen die ersten Groten mit dem Wappen (Schlüssel) und dem Reichsadler auf dem Münzbild prägen. Die ersten Groten des Erzbistums Bremen aus der 2. Hälfte des 15. Jh.s zeigen den thronenden Petrus und den erzbischöflichen Bremer Schlüssel. Es gab auch Doppelstücke, seit 1499 auch vierfache, später auch 6-, 12- und 24-fache Stücke. Der Groten galt 5 Schwaren. Der im 18. Jh. in Bremen eingeführte Reichstaler wurde zu 72 Groten gerechnet, seit 1764 wurden aber nur halbe Groten ausgemünzt, seit 1797 aus Kupfer.



    Auch die Grafen von Oldenburg und die Herrscher von Friesland ließen seit dem 15. Jh. Groten ausmünzen, die eine ähnliche Entwicklung wie die Bremer Groten nahmen.

  • Gulden

    Stammt von der ursprünglichen Goldmünze "Floren" aus Florenz, die auch der Güldenegenannt wurde. Abgewandelt wurden daraus die ersten Großsilbermünzen Guldiner und Guldengroschen.

  • gun money "Kanonengeld"

    Dieser Begriff zielt nicht auf den Zweck, etwa "Geld für Kanonen", wie man zunächst meinen könnte, sondern auf das Material, aus dem die Münze hergestellt wurde, nämlich aus Kanonenmetall. gun money wurde unter Jakob II. in Irland von 1689-1691 als Notgeld geprägt.

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